Frederick Tag auch am Schiller-Gymnasium


Seit 1998 gibt es den Lese- und Literaturtag, der von der Landesregierung geschaffen wurde, um das Lesen und die Literatur in Baden-Württemberg zu fördern.

Mit hohem Anspruch sind die Verantwortlichen angetreten, ein Fest für eine ganze Woche soll es sein, mit zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen, Bibliotheksbesuchen, kreativen Übungen, Spielen und Bücherflohmärkten. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen angesprochen werden, sich in dieser Aktionswoche vom 18. bis 24. Oktober 1999 mit Literatur in besonderem Maße zu beschäftigen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, Kreativität, also selbst schreiben oder künstlerisch tätig werden, darum soll es ebenso gehen, wie um das Versinken in den Büchern außerhalb der Unterrichtspraxis. Berührungsängste auch zu den Institutionen, allemal noch stark verbreitet, können vielleicht abgebaut werden. Der Gang in eine Bücherei oder eine Buchhandlung, das Gespräch mit Fachleuten, die weiterhelfen können, die Welt der Bücher zugänglich zu machen, einen Weg zur Literatur zu finden, zwanglos, aber alleine, das ist nicht ganz so einfach.

Übrigens: Der Name „Frederick" stammt aus einem der vielen Bilderbücher von Leo Lionni, mit denen er in den 60er Jahren in Deutschland bekannt geworden ist. Mehrfach ist er für seine Figuren und Illustrationen mit Preisen ausgezeichnet worden. „Frederick" ist eine lesefreudige Maus, die im Mittelpunkt seiner Bilderbücher steht und sich bei vielen Kindern großer Beliebtheit erfreut.

Am Schiller-Gymnasium haben in diesem Jahr die beiden achten Klassen mitgemacht.

Plakate wurden im Kunstunterricht gemeinsam mit dem Kunstlehrer Herrn Johanning entworfen, in die örtliche Buchhandlung zur Schaufensterdekoration gebracht, aber auch der benachbarten Waldschule geschenkt, Kurzgeschichten gelesen, besprochen, aber, und das war das Besondere, auch eigene Texte geschrieben und öffentlich vorgelesen.

Zusammen mit ihrem Deutschlehrer hat die Klasse 8 b die Bücherstube von Frau Freimann in Büchenbronn besucht und sich von dem kleinen, gemütlichen Buchladen, der viel mehr als nur Bücher anbietet, inspirieren lassen. Einige wollen wiederkommen, Bücher anschauen, suchen und vielleicht etwas kaufen.

Nach dem Besuch wurde im Klassenzimmer, das vorher schon entsprechend gestaltet wurde, vorgelesen, Kuchen gegessen und sich wohlgefühlt, trotz der anstehenden Mathearbeit in der nächsten Stunde.

Nächstes Jahr wollen alle wieder mitmachen.